Glyphosat

Goldsteig-Käsereien untersagen Zulieferern Gebrauch von Glyphosat

Die Goldsteig Käsereien haben ihren Zulieferern die Verwendung von Glyphosat oder glyphosathaltigen Mitteln verboten. Zuvor sei in den bäuerlichen Aufsichtsgremien des Unternehmens darüber intensiv diskutiert worden. So heißt es einer Pressemitteilung der Goldsteig Käsereien Bayerwald GmbH vom Montagnachmittag.

Demnach sei das Verbot am 1. Januar in Kraft getreten. Alle vier Goldsteig-Gesellschafter hätten sich Mitte Dezember darauf verständigt, ihren Milchzulieferern die Verwendung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels zu untersagen. Das Verbot gelte laut Goldsteig auch für die Milcherzeugerbetriebe aus Tschechien

Statement von Anton Hofreiter zur Glyphosat-Entscheidung der EU

Zur heutigen Glyphosat-Entscheidung der EU-Staaten erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender:

„Die EU-Staaten sind vor Monsanto und Co eingeknickt. Das ist ein Schlag ins Gesicht der 1,3 Millionen Europäerinnen und Europäer, die den Glyphosat-Ausstieg gefordert haben. Die historische Chance, den Glyphosat-Ausstieg einzuleiten, wurde verspielt.

Bundesregierung muss BaySanto stoppen!

Zur Anmeldung der Fusion von Bayer und Monsanto bei der EU-Kommission erklären Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender, und Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik:

Diesen Deal darf es nicht geben! Kommissarin Vestager muss jetzt die rote Karte ziehen und endlich die gefährliche Fusionsspirale im Agrarmarkt stoppen. Aber auch die Bundesregierung darf nicht länger die Hände in den Schoß legen, wenn es um Artenvielfalt und Ernährungssicherung geht. Ein Gutachten im Auftrag unserer Fraktion hat gezeigt: Sie kann und muss im Verfahren einfordern, dass die EU-Kommission auch die Folgen für die Umwelt prüft – zur Not mit einer Klage vor dem EuGH. Und auch die bereits genehmigten Fusionen von Dow-DuPont und Syngenta-Chem China muss die Bundesregierung überprüfen lassen.

Bundestag - Voreilige Neuzulassung von Glyphosat stoppen

Antrag der Grünen

Im März 2015 wurde der Breitband-Herbizidwirkstoff Glyphosat durch eine von der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC) eingesetzte Arbeitsgruppe von unabhängigen Wissenschaftlern im Konsens als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Die zuständigen Risikobewertungsbehörden erkennen dagegen weiterhin keine Hinweise auf krebserregende Eigenschaften von Glyphosat. Basierend auf deren Bewertungen hat die Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission nun eine weitgehend unbeschränkte Erneuerung der Zulassung für 15 Jahre vorgeschlagen. Sie lässt damit nicht nur die Einstufung der IARC, sondern auch die Bedenken einer großen Zahl von namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unberücksichtigt.

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