Goldsteig-Käsereien untersagen Zulieferern Gebrauch von Glyphosat

Die Goldsteig Käsereien haben ihren Zulieferern die Verwendung von Glyphosat oder glyphosathaltigen Mitteln verboten. Zuvor sei in den bäuerlichen Aufsichtsgremien des Unternehmens darüber intensiv diskutiert worden. So heißt es einer Pressemitteilung der Goldsteig Käsereien Bayerwald GmbH vom Montagnachmittag.

Demnach sei das Verbot am 1. Januar in Kraft getreten. Alle vier Goldsteig-Gesellschafter hätten sich Mitte Dezember darauf verständigt, ihren Milchzulieferern die Verwendung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels zu untersagen. Das Verbot gelte laut Goldsteig auch für die Milcherzeugerbetriebe aus Tschechien

"Wir sind davon überzeugt, mit dieser Entscheidung einen weiteren Schritt in Richtung Kundenorientierung gemacht zu haben", heißt es in der Mitteilung. Man sei sich aber auch bewusst, dass diese Entscheidung Flexibilität der Milchbauern erfordere.

Ist Glyphosat krebserregend?

Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die EU hat das Pestizid jedoch für fünf weitere Jahre zugelassen. Glyphosat ist einer der weltweit am meisten eingesetzten Unkrautvernichter, das Pestizid gilt als sehr wirksam und preiswert. Zuletzt hatte auch die Molkerei Berchtesgadener Land ein Glyphosat-Verbot in ihre Lieferbedingungen aufgenommen.

Goldsteig hat seinen Hauptsitz in Cham, kleinere Werke sind in Niederbayern.

 

Quellen: PNP Südostbayern | 08.01.2018 | 15:22 Uhr
             BR | 08.01.2018

© 2016 Bündnis 90/Die Grünen Osterhofen · v.i.S.d.P. Josef Rosner · 94486 Osterhofen · Römerstr. 7 · JR (at) Josef-Rosner.de