EnergieSparen oder Verschwendung

Licht an oder aus beim Verlassen von Räumen

MythBusters - Sendung vor ein paar Tagen Soll beim kuzfristigen Verlassen von Räumen das Licht ausgeschaltet werden oder nicht ? Spart man Energie, wenn man das Licht brennen lässt ? Hier streiten sich sogar die Geister. Ergebnisse Verbrauch nach 60 Minuten:

  • Leutstoffröhre 10 Wh
  • LED 1 Wh
  • CFL 10 Wh
  • Halogen 70 Wh
  • Glühbirne 60 Wh

Wie lange muß ein Leuchmittel ausgeschaltet werden, um den Einschaltstromverbrauch auszugleichen:

  • Leutstoffröhre 23,3 Sekunden
  • LED 1,28 Sekunden
  • CFL 0,015 Sekunden
  • Halogen 0,51 Sekunden
  • Glühbirne 0,36 Sekunden

Diese Ergebnisse zeigen, dass man die Leuchtstoffröhre brennen lassen kann, wenn man spätestens nach 23,5 Sekunden in den Raum zurückkehrt.
In allen anderen Fällen ist es besser, das Licht beim Verlassen das Raumes auszuschalten. Nun wird oft auch argumentiert, die vielen Schaltvorgänge machen die Leuchtmittel schneller kaputt. Auch das stimmt nicht und wurde widerlegt - Man testete 6 Wochen lang diese Leuchtmittel und schaltete sie automatisch alle 2 Minunten aus und ein. Diese Zeit überdauerte nur die LED. Hochgerechnet sind damit erst nach 5 Jahren die Leuchtmittel "ausgebrannt" und das ist ja meist länger als die Lebensdauer einer normalen Glühbirne.

*Quelle MythBusters*

JR's Kommentar

Schon vor Jahren habe ich versucht, Gemeinde-/Stadträte davon zu überzeugen, die Strassenbeleuchtung neu zu überdenken. Mein Vorschlag war, z.B. ab 23 Uhr jede 2. oder 3. Laterne automatisch abzu- und erst in den Morgenstunden wieder zuzuschalten, falls es in den Wintermonaten noch dunkel ist.

Gesteuert sollte die gesamte Lichtversorgung über mehrere dezentrale Lichtsensoren werden. Man könnte auch die Leuchtkraft halbieren, wie es in vielen Gemeinden in Österreich gemacht wird. Wo immer ich dies vorschlug, bekam ich zu hören: Die (Atom)Kraftwerke erzeugen doch Nachts auch Strom und der müsse doch verbraucht werden. Auch die Angst vor Zunahme von Verbrechen wurde ins Feld geführt.

Ausserdem koste die Umrüstung viel zu viel Geld, auch bei der Errichtung von Neuanlagen in neuen Baugebieten. Ob der Strom dann wenigstens zu Nachtstromtarifen abgerechnet würde:

"wir hamm an Pauschalpreis fürs ganze Jahr."

Eine 1 km lange Strasse ist meist mit (30-50) * 2 Laternen bestückt. Es sind dort Leuchtmittel mit durchschnittlich 70 -100 Watt eingebaut.

80 Laternen * 80 Watt * 9 Stunden ergeben einen Stromverbrauch von 58 kWh pro Nacht/km - schaltet man die Hälfte davon 6 Stunden lang ab oder reduziert man die Leuchtkraft, so werden 20-29 kWh/Tag = 7.300 -10.586 kWh/Jahr/km gespart.

Bei über 5.000 Laternen im Stadtgebiet sind das ca. 65 - 100.000 Euro/Jahr bei einem Pauschalpreis von 15 Cent/kWh.

Im Moment werden LED-Lichtsysteme entwickelt und in der Stadt Rottweil getestet, nähere Infos unter: www.halo-light.com

Aufgrund der bereits oben erwähnten langen Lebensdauer (12-15 Jahre) dieser Leuchtmittel amortisiert sich die Investition in den ersten 2- 3 Jahren und die Einsparung beträgt nach Schätzungen 30 bis über 100 Euro pro Brennstelle. Bei 5.000 Straßenlaternen sind das erstaunliche 150.000 bis über 500.000 Euro, bei Abschaltung der Hälfte, wie oben beschrieben, noch weitaus mehr.

Sollten diese Zahlen nicht doch zum Nachdenken oder Handeln anregen ?
Ist diese Lösung schon in einer Gemeinde/Stadt realisiert ?

 
6.August 2007
 

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